Strategie, Maßnahmen und Fortschritte
Bei Innsbruck Tourismus ist das Thema Nachhaltigkeit Bestandteil der Tourismusstrategie 2030 „Region Innsbruck ERLEBENSWERT“ und wird in einer eigenen Nachhaltigkeitsstrategie konkretisiert. Diese umfasst wirtschaftliche, soziale und ökologische Aspekte und bildet die Grundlage für unsere Maßnahmen, Ziele und Kennzahlen.
Auf dieser Seite möchten wir allen Interessierten einen Einblick in unsere Arbeit gewähren: von den Aktivitäten innerhalb des Unternehmens über Gemeinschaftsprojekte mit verschiedenen Betrieben bis zu Mobilitätsinitiativen, Kooperationen und weiteren Entwicklungen in der Region. Über die Fortschritte informieren wir regelmäßig in unserem Nachhaltigkeitsbericht.
Von der Strategie zur Umsetzung
Nachhaltigkeit wird dort greifbar, wo Ziele, Kennzahlen und konkrete Projekte zusammenkommen. Wie Innsbruck Tourismus dabei vorgeht, zeigen die Nachhaltigkeitsstrategie und die Climate Action Alliance – Region Innsbruck.
Unsere Nachhaltigkeitsstrategie
Die Nachhaltigkeitsstrategie von Innsbruck Tourismus umfasst zwei übergeordnete und sechs thematische Handlungsfelder. Für jedes dieser Felder wurden Ziele, Maßnahmen und Kennzahlen definiert. Inhaltlich orientieren sie sich an den Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen.
Ein jährlicher Nachhaltigkeitsbericht dokumentiert die Entwicklung der entsprechenden Vorhaben anhand festgelegter Kennzahlen, zeigt Potenziale für Verbesserungen auf und schafft Grundlagen für mögliche Zertifizierungen. Die Inhalte und Struktur basieren auf dem Nachhaltigkeits-Check der Tirol Werbung.
Die Climate Action Alliance – Region Innsbruck
Die Climate Action Alliance – Region Innsbruck (CAARI) ist ein Programm von Innsbruck Tourismus. Von 2025 bis 2027 begleitet es teilnehmende touristische Betriebe bei der Erhebung ihres betrieblichen CO₂-Fußabdrucks. Die gewonnenen Daten dienen als Grundlage, um Emissionsquellen zu analysieren, Handlungsfelder zu erkennen und entsprechende Maßnahmen abzuleiten. Betriebe erhalten Tools und Coachings, sodass sie entsprechende datengetriebene Schritte zur Emissionsreduktion setzen können. Zudem dienen die Erkenntnisse dem Climate Action Plan für die Region Innsbruck. Und in einem gemeinsamen Workshop mit GeoSphere wurden Risiken und Chancen des Klimawandels für die Region und Betriebe ermittelt.
An der Climate Action Alliance beteiligen sich Alp Art Hotel, Hotel Der Stern, Camping Gerhardhof, IBK Hotels mit Basic Hotel & Leipziger Hof, Holzleiten Nature Hideaway Tirol, Das Mooswald, Sporthotel Antonie & Innsbruck Tourismus.
Im Unternehmen
Im Arbeitsalltag von Innsbruck Tourismus gibt es mehrere Stellschrauben, um verantwortungsvoller bzw. nachhaltiger zu handeln – von der Klimabilanz über unser Green Team und unsere Druckprodukte bis zur Mobilität und Weiterbildung unserer Mitarbeiter:innen.
Unser Green Team
Das Green Team ist die interne Nachhaltigkeits-Arbeitsgruppe von Innsbruck Tourismus. Bereichsübergreifend entwickelt es seit 2025 Ideen, begleitet Projekte und unterstützt die Umsetzung unserer Nachhaltigkeitsstrategie. So trägt das Team dazu bei, Nachhaltigkeit im Arbeitsalltag sowie in der Region Innsbruck sichtbar und erlebbar zu machen. Es arbeitet aktuell am Climate Action Plan und an einer Kooperation mit dem Klimafitten Bergwald.
Unsere Bilanz, unser Ziel
Der für das Geschäftsjahr 2025 erhobene Corporate Carbon Footprint von Innsbruck Tourismus zeigt eine Klimabilanz von 338,66 Tonnen CO₂e, was wiederum 3,28 Tonnen CO₂e pro Vollzeitäquivalent (VZÄ) entspricht. Die Bilanz wurde gemäß dem GHG Protocol erstellt und berücksichtigt direkte sowie indirekte Emissionen der Scopes 1 bis 3. Sie bildet die Grundlage für die Planung, Priorisierung und Weiterentwicklung unserer Maßnahmen rund um das Thema Nachhaltigkeit. Die Klimabilanz ist auf Anfrage (t.geissel@innsbruck.info) erhältlich.
Hinweis: Alle Angaben zu Emissionen, Zielen und Maßnahmen beziehen sich auf die Geschäftstätigkeit von Innsbruck Tourismus und basieren auf dem Corporate Carbon Footprint 2025. Die dargestellten Ziele und Maßnahmen beschreiben geplante bzw. laufende Aktivitäten. Sie stellen keine Aussage über die vollständige Klimawirkung der Destination Innsbruck dar.
Mobilität in der Region
Mobilität ist ein essenzieller Bestandteil unserer Arbeit – sowohl mit Blick auf den Aufenthalt unserer Gäste als auch auf die Weiterentwicklung entsprechender Angebote in der Region. Dazu zählen unsere Kartenprodukte ebenso wie Projekte, die sich mit unterschiedlichen Formen der Fortbewegung beschäftigen.
Welcome Card & Innsbruck Card
Die Welcome Card und die Innsbruck Card erleichtern Gästen die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel während ihres Aufenthalts. Die kostenlose Gästekarte Welcome Card ist ab zwei Nächten bei Partnerbetrieben erhältlich und umfasst die Nutzung von Bus und Bahn im Verbandsgebiet. Ebenfalls inkludiert sind das Stadtrad Innsbruck für 24 Stunden sowie die Skibusse im Winter und der Aktiv Bus am Mieminger Plateau.
Die Innsbruck Card ist für 24, 48 oder 72 Stunden erhältlich. Neben 22 Sehenswürdigkeiten und Museen sowie ausgewählten Bergbahnen umfasst sie die freie Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel in der Stadt Innsbruck sowie weitere Mobilitätsangebote wie den Sightseer und Fahrradverleih.
Unsere Kartenprodukte stellen damit eine bequeme Ergänzung dar, um Mobilität ohne eigenes Auto in der Region zu erleichtern.
Gemeinsam weiterdenken
Viele Projekte entstehen im Austausch mit Partner:innen innerhalb und außerhalb der Region. Innsbruck Tourismus arbeitet dafür mit unterschiedlichen Organisationen, Institutionen und Betrieben zusammen und beteiligt sich an größeren und kleineren Projekten. Aktuell unterstützt Innsbruck Tourismus Betriebe in der Region mit einem Förderprogramm für die Erst- und Re-Zertifizierung mit dem Österreichischen Umweltzeichen, das geprüftes und glaubwürdiges Nachhaltigkeitsmanagement bestätigt. Dabei werden Betriebe einmalig mit 500 Euro aus einem Topf gefördert.
ETSM2030 – Unterstützung für touristische KMUs
Von 2023 bis 2025 war Innsbruck Tourismus Teil des internationalen Projektteams ETSM2030 – European Tourism Sustainability Monitoring 2030. Das von der Europäischen Union geförderte Projekt brachte Partner:innen aus sechs Ländern zusammen und unterstützte kleine und mittlere Tourismusunternehmen mit Workshops, Kursen, Austauschmöglichkeiten und finanzieller Förderung.
Ziel war es, den Status quo in den teilnehmenden Betrieben zu erfassen, Wissen zu vermitteln und die Betriebe bei der Vorbereitung auf anerkannte Zertifizierungen zu begleiten. Das Projekt ist mittlerweile abgeschlossen, die ETSM2030-Plattform bleibt jedoch weiterhin zugänglich.
Inklusiver Tourismus in der Region Seefeld und Innsbruck
Im Rahmen des LEADER-Projekts „Barrieren abbauen, Chancen nutzen“ arbeiteten Innsbruck Tourismus und der Tourismusverband Seefeld gemeinsam daran, Wissen rund um Barrierefreiheit und Inklusion im Tourismus zu vermitteln. Unterstützt wurde das Projekt durch die fachliche Expertise des ÖZIV Tirol.
In Workshops mit Expert:innen und Selbstbetroffenen erhielten touristische Betriebe praktische Einblicke und Anregungen für den eigenen Arbeitsalltag. Als weiteres Ergebnis entstand ein Praxisleitfaden für inklusive Gastfreundschaft für Beherbergungsbetriebe, der Informationen zu unterschiedlichen Bedürfnissen, gesetzlichen Rahmenbedingungen und Kommunikation sowie Checklisten und eine Übersicht zu Förder- und Anlaufstellen bündelt.
Der Leitfaden dient als praktisches Werkzeug und soll zeigen, welche Zielgruppen es gibt, welche Bedürfnisse im Vordergrund stehen und welche gesetzlichen Rahmenbedingungen gegeben sind. Auch Tipps zur richtigen Kommunikation, Checklisten und eine Übersicht an Förder- und Anlaufstellen sind darin enthalten.



