Zirbenweg1_FC_IT_Luca Jänichen
16. Oktober 2026

Wie saniert man einen der beliebtesten Wanderwege der Region, verbessert die Sicherheit und bewahrt zugleich die sensible Naturlandschaft? Die Sanierung des Zirbenwegs zeigt, wie dieser Balanceakt gelingen kann.

Der Weg zwischen Patscherkofel und Glungezer zählt zu den beliebtesten Panoramwegen der Region Innsbruck und begeistert Einheimische wie Gäste mit beeindruckenden Ausblicken, jahrhundertealten Zirben und einer ganz besonderen alpinen Landschaft. Damit das auch in Zukunft so bleibt, wurde der Zirbenweg, der durch den größten Zirbenbestand Europas führt, 2025 und 2026 umfassend saniert. Im Mittelpunkt standen die Verbesserung der Wegbeschaffenheit und die Stabilisierung besonders beanspruchter Abschnitte – stets unter Bedachtnahme eines verantwortungsvollen Umgangs mit dem sensiblen Naturraum.

Schritt für Schritt zum Ziel

Die Arbeiten gestalteten sich alles andere als einfach: Umfangreiche naturschutzrechtliche Auflagen und ein langwieriger Genehmigungsprozess stellten hohe Anforderungen an die Planung und Umsetzung. Gestartet wurde 2025 auf den ersten 200 Metern des Weges auf der Patscherkofel-Seite. Hier wurden vorhandene Steine wiederverwendet, um Stufen und Wasserableitungen anzulegen und die Wegbeschaffenheit zu verbessern.

Im Frühjahr 2026 gingen die Arbeiten in die nächste Runde: Drei kleine Bagger arbeiteten sich von Boscheben Richtung Tulfeinalm vor. Durch gezielte Platzierung größerer Steine und die Verbesserung des Untergrunds wurde der Weg stabilisiert. Auch die Steinmauer zwischen dem Schutzhaus Patscherkofel und Boscheben wurde saniert. Dabei kam ein spezieller Spinnenbagger zum Einsatz, dessen Fahrer Erfahrung mit Arbeiten in vergleichbaren Schutzgebieten nachweisen musste.

Naturschutz bis ins Detail

Dass bei der Sanierung eines Wanderwegs mitten im Landschaftsschutzgebiet besondere Behutsamkeit gefragt ist, zeigte sich aber nicht nur bei der Wahl der Maschinen, sondern auch beim verwendeten Material. Für die Wegsanierung durfte ausschließlich ein vom Land Tirol vorgeschriebener gebrochener Granit mit einer Körnung von 0 bis 16 Millimetern zum Einsatz kommen. Laborberichte und Gesteinsproben mussten die Eignung gegenüber der Naturschutzbehörde belegen.

Die strengen Vorgaben machten Planung und Umsetzung aufwendig, stellten aber zugleich sicher, dass die Sanierung mit größtmöglicher Rücksicht auf die Naturlandschaft erfolgte, die den Zirbenweg so besonders macht.   

Header-Bild: © Innsbruck Tourismus/Luca Jänichen

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