Gespräch_FC_Innsbruck Tourismus_Max Schorch

Sie nahmen bei der Entwicklung der Strategie „Region Innsbruck ERLEBENSWERT“ eine zentrale Rolle ein: die Dialogformate, die in der gesamten Region Innsbruck durchgeführt wurden. Im Zentrum dabei stand der Austausch zwischen der Bevölkerung und dem Tourismusverband.

Dies ist auch der Schwerpunkt der heurigen Workshops, die im Laufe des Frühlings in allen sechs Erlebnisregionen mit insgesamt rund 300 Teilnehmenden abgehalten wurden. Ziel war es, gemeinsam zu reflektieren, ob man sich noch auf dem Weg befindet, den man mit der Tourismusstrategie eingeschlagen hat. Die Ergebnisse dazu wurden unlängst im Detail ausgewertet. Im Kurzinterview gibt Peter Paul Mölk, Obmann von Innsbruck Tourismus, einen Überblick über die wichtigsten Erkenntnisse.

Nur wenn wir die größten Schwierigkeiten identifizieren, können wir sie auch gezielt angehen.

Peter Paul Mölk, Obmann Innsbruck Tourismus

Wie sind die Dialogformate gelaufen?
Peter Paul Mölk: „Was die Atmosphäre anbelangt, konnten wir es uns nicht besser wünschen. Die Grundstimmung war ausgezeichnet, die Teilnehmer:innen zeigten sich sehr engagiert, und es gab einen intensiven Austausch. Dass die Formate so interaktiv gestaltet waren und stets Raum für Feedback und Kritik, aber auch eigene Ideen zuließen, kam gut bei den Leuten an, was die weitere Zusammenarbeit zwischen den Akteur:innen, Stakeholder:innen, Leistungsträger:innen und uns als Verband enorm stärkt.“

Was nimmt Innsbruck Tourismus inhaltlich mit?
„Unsere strategische Ausrichtung findet weiterhin Zustimmung unter den Teilnehmenden, wobei insbesondere zentrale Themen wie Markenentwicklung, langfristige Positionierung, Reduktion der Saisonalitäten und Aufbau eines Ganzjahresangebots, Internationalisierung und Marktdiversifizierung unterstützt werden. Auch in der Regionalentwicklung werden viele unserer Maßnahmen von den Menschen als sinnvoll wahrgenommen. Und nicht zuletzt herrscht grundlegend Konsens darüber, was die Stärken unserer Region sind – darunter vor allem eine hohe Angebotsvielfalt mit hochwertigen Natur- und Aktivprodukten sowie Events als Frequenz- und Erlebnismotoren. Es gibt aber auch ein paar Punkte, wo die Teilnehmer:innen noch Handlungsbedarf sehen.“

Zum Beispiel?
„Herausforderungen gibt es unter anderem, was die Sichtbarkeit der einzelnen Erlebnisregionen und die Optimierung klassischer Infrastruktur betrifft. Zudem wünschen sich viele der Teilnehmenden eine weitere Schärfung der Marke sowie eine bessere Inszenierung und Bündelung von Einzelangeboten zu vermarktbaren Produktlinien, etwa im Bereich Kulinarik. Das Thema Mobilität ist ebenfalls eines, das uns alle zusammen noch beschäftigt – hier gilt es vor allem das Problem der sogenannten letzten Meile zu lösen. Für uns ist solches Feedback sehr wertvoll, denn nur wenn wir die größten Schwierigkeiten identifizieren, können wir sie auch gezielt angehen. Und das wollen und werden wir tun.“

Wie lautet das Fazit der Dialogformate?
„Die Ergebnisse zeigen, dass wir insgesamt auf einem guten Weg sind. Und die Anregungen, wo es noch Verbesserungspotenzial gibt, nehmen wir ernst. In Summe werden aber viele unserer Maßnahmen positiv wahrgenommen, wenngleich sich auch manche wünschen, dass noch mehr passiert. Deshalb ist es uns wichtig, offen zu zeigen, was wir bereits erreicht haben und woran wir gerade arbeiten, und weiterhin im Austausch mit der Bevölkerung zu bleiben. Genau diesen Weg werden wir auch in Zukunft konsequent weitergehen.“

Header-Bild: © Innsbruck Tourismus/Max Schorch

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